Fasnacht 2017 - chunsch ou

Neues Sujet 2017

“chunsch ou” ist Sieger



Die Solothurner Fasnacht 2017 hat ihr Motto: Am Dienstag wählte der Vorstand der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn (UNO) aus rekordverdächtigen 429 Eingaben ein neues Sujet aus. Nach einer Kopf-an-Kopf Wahl stand „chunsch ou“ von Stephan Bruschi aus Oberdorf als Sieger da.

Närrinnen und Narren haben Fantasie. Mit Sicherheit was die Ideen für das Motto der kommenden Fasnacht angeht. Eine wahre Schwemme an Sujet-Vorschlägen erhielt Ober-Ober Markus Wälti in diesem Jahr. Darunter gab es ausgefallene Ideen, die ewigen Klassiker waren dabei und auch skurriles stand zur Wahl. Für die anwesenden 18 Juroren, bestehend aus dem UNO-Vorstand, den Oberen der Stammzünfte sowie den Ehren-Ober-Ober, stand ein grosses Stück Arbeit an.

Das Abstimmungsprozedere sah erneut vier Etappen vor: In einer ersten Runde konnte jeder Juror zu Hause eine Vorauswahl treffen. So kamen 31 Sujets ins Finale. Dabei mussten drei Vorschläge gestrichen werden, da sie bereits Sujet einer vergangenen Fasnacht oder in Grenchen Motto waren. In der zweiten Runde hatte jeder Stimmberechtigte fünf Stimmen zu vergeben und im dritten Durchgang deren drei. In die finale Runde schafften es schliesslich sieben Sujets und jeder Anwesende hatte noch eine Stimme zu vergeben. Während der Schlussabstimmung zeichnete sich längere Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen „à la bonöör“, „sch`öppe zyt“ und „chunsch ou“ ab. Mit elf Stimmen war aber am Ende „chunsch ou“ – ausgedacht von Stephan Bruschi aus Oberdorf – der Sieger vor „sch`öppe zyt“ mit sieben Stimmen.

Als nächster Schritt der Fasnacht 2017 folgt nun die Umsetzung des neuen Mottos durch die Künstler, die aufgerufen werden, eine passende Plakette und ein entsprechendes Plakat zu entwerfen. Dass das Sujet 2017 dabei einigen Interpretationsspielraum offen lässt, liegt auf der Hand. Die Fantasie der Künstler wird einmal mehr gefordert sein – was sich mit Sicherheit positiv auf einen spannenden Wettbewerb auswirken wird.

Die Künstler können die Unterlagen für den Wettbewerb auf der Website der UNO (www.fasnacht-solothurn.ch) ab Freitag, den 11. März, herunterladen. Oder unter fabian_maienfisch@hotmail.com bestellen. Der Eingabetermin am 13. Mai sowie die Teilnahmebedingungen sind einzuhalten. Eingabeadresse ist Markus Wälti, Industriestrasse 24, 4542 Luterbach. fm/uno

Fasnacht 2016 - wieduwotsch

wieduwotsch 2016


  • 10.01.2016 - Plagettebörse

  • 13.01.2016 - Hilari

  • 30.01.2016 - Schaufänschter und Beizenprämierig

  • 03.02.2016 - Chinderchesslette unger dr Leitig vor Vorschtadt-Zunft

  • 04.02.2016 - Chesslette -Start: 05:00 Uhr, Proklamation, Chinderumzug -Start 14:31 Uhr- mit Prämierig

  • - Höflisinge, SchniBaMu und grosses Masgetrybe

    - Ufschpile vo de Guggemusige ir ganze Stadt, und i meine au ir ganze Schtadt!

  • 05.02.2016 - Gassenfasnacht und Platzkonzerte auf dem Märitplatz

  • 06.02.2016 - Ballzillus im Landhus und Schtrosse-Fasnacht für Aui

  • 07.02.2016 - Umzug - Start 14:31 Uhr, Konfettischlacht und Monschterguggete

  • 08.02.2016 - Drummgugulalapfiff im Kofmäuh

  • 09.02.2016 - Umzug - Start 14:31 Uhr, Zapfeschtreich und Zwöufichlapf uf dr Sankt Urse Schtäge

  • 10.02.2016 - Böögverbrönne Märetplatz und anschliessend Cherzlilösche i dr Wirthe, Rote Turm und Stephan




Honolulu, 06.01.2016


„wieduwotsch“ startet in Kürze

Nur noch wenige Male schlafen und es ist soweit: Mit dem Hilari am kommenden Mittwoch startet die schönste Zeit im Jahr, die Fasnacht 2016. Damit alles bestens vorbereitet und organisiert ist, haben sich am letzten Dienstag die Narren im Volkshaus in der Solothurner Vorstadt zur Eröffnungssitzung getroffen.

„In den letzten Monaten haben sehr viele fleissige Hände viel Vorarbeit geleistet.“ Mit diesen Worten hiess Ober-Ober Markus Wälti die rund 40 führenden Närrinnen und Narren und die Vorstandsmitglieder der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft UNO im Volkshaus willkommen. Darauf dürfe man jetzt schon stolz sein. Noch gebe es aber einiges zu tun, mahnt er. Stolz ist Wälti auch auf das Öuferli – die neue Plakette in Kleinformat, welche die bisherige Serie von vier Ansteckern (erhältlich in Bronze, Silber, Gold und als Gönner) ergänzt. Das Öuferli gilt übrigens auch als Eintritt für die grossen Fasnachtsumzüge vom 7. und 9. Februar. Es sieht also nicht nur nett aus.

UNO-Plaketennarr Toni Armbrust ist ob dem bisherigen Erfolg des Öuferli nicht erstaunt, betont aber, dass noch einige wenige Stücke erhältlich seien. Beispielswiese an der Plakettenbörse vom kommenden Sonntag im Volkshaus. Auch mit der Produktion der anderen Anstecker zeigt er sich zufrieden: Das Motto der Fasnacht 2016, „wieduwotsch“, habe eine sehr schöne Plakette ermöglicht. Das gilt übrigens auch für das neue Fasnachtsplakat, welches im Volkshaus Premiere feierte.

Neu ist weiter, dass es an der Fasnacht heuer zwei zusätzliche Busse für die Närrinnen und Narren geben wird. Dazu Bernard Künzli von der BSU: „Wir wollen möglichst viele Leute schnell und sicher an die Fasnacht bringen – und am Abend auch wieder heim.“ 2016 wird erstmals ein „Chessler-Bus“ ab Solothurn Brühl zum Amthausplatz und Hauptbahnhof fahren sowie ein zusätzlicher Moonliner am Freitag und Samstag um 3.50 Uhr ab dem Amthausplatz.

Zum Schluss einer effizient geführten Sitzung machte Wälti noch auf den Nachwuchsumzug aufmerksam, der ihm besonders am Herzen liegt. Interessierte können sich bis am 29.Januar für den Nachwuchsumzug anmelden, dasselbe gilt für die Beizenprämierung. Beide Dokumente finden sich unter www.fasnacht-solothurn.ch. Nachdem aus dem Publikum keine weiteren Fragen zur kommenden Fasnacht eingegangen waren, bedankte sich der Ober-Ober noch bei den verschiedenen Institutionen, wie der Einwohnergemeinde, der BSU, der Stadtpolizei, dem Werkhof, den Samaritern, der Römisch-Katholischen Kirche und der MFK, ohne deren Mithilfe die Fasnacht nicht durchgeführt werden könnte. (fm/uno)





Hauptversammlung 2015 der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn UNO



Ein Ja zur Fasnacht 2016


Es war vor ungefähr vier Monaten, als tausende kostümierte Närrinnen und Narren die Solothurner Fasnacht 2015 feierten. Damals fragte sich selbstverständlich noch niemand, ob es auch im Jahr 2016 eine Fasnacht geben wird. Doch genau das hat die Vereinigte Fasnachtsgesellschaft UNO am letzten Dienstag beschlossen. Zudem liess der neue Ober-Ober die vergangene Fasnacht nochmals Revue passieren.

Hilari Morgen: hohe Messlatte

Ein grosser Erfolg sei seine erste Fasnacht als Ober-Ober gewesen, resümierte Markus Wälti in seiner Ansprache an die rund 40 Anwesenden Delegierte des UNO-Vorstandes, der Zünfte, der Guggenmusiken und der Schnitzelbankgruppen. Getroffen hat sich die etwas dünn besetzte Hauptversammlung der UNO dort, wo sonst die Tannenweg-Zunft mit viel Leidenschaft ihren Umzugs-Wagen zusammenbaut, im ehemaligen Sulzer-Areal in Zuchwil.

Für Wälti hat sein Amt denn auch gleich mit einer für die Fasnacht essentiellen Fragen begonnen: Darf die St. Ursentreppe weiterhin während der fünften Jahreszeit benützt werden. Nach einigen unschönen Vorkommnissen 2014 wollte die Kirchgemeinde die Benützung verbieten. Zusammen habe man eine Lösung gefunden, sagte der Ober-Ober. Es wurden Securitas angestellt die während den Anlässen zum rechten gesehen haben. Das indes hatte Auswirkungen auf die UNO-Kasse, doch dazu später mehr.

Ansonsten könne er nur Gutes über die Vergangene Fasnacht berichten, so Wälti weiter. Einer seiner Höhepunkte sei der Hilari Morgen gewesen. Da müsse er sich für die nächste Ausgabe etwas überlegen, die Messlatte sei jetzt hoch. Chesslete, Kinderumzug und Umzüge seien einzigartig gewesen und ohne Zwischenfälle verlaufen, ganz nach seinem Geschmack. Und nicht zu vergessen die aussergewöhnliche Drehplakette, die offenbar bei den Närrinnen und Narren grossen Anklang gefunden habe, ergänzte er. Das Plenum dankte ihrem Ober-Ober mit warmem Applaus.

Trotz Minus eine neue Fasnacht Auf besagte Drehplakette kam anschliessend auch Säckelmeisterin Corinne Guldimann zu sprechen. „Die Plakette war zwar teuer in der Produktion, aber das Risiko hat sich ausbezahlt“, sagte sie. Dank dem Einsatz der Gruppen habe sich die Plakette ausgezeichnet verkauft. Dennoch musste die Säckelmeisterin einen geringen Verlust vermelden: Die zusätzlichen Securitas für die St. Ursentreppe sowie weitere unvorhergesehene Ausgaben hätten die UNO-Kasse belastet. Das Budget wurde zwar eingehalten, auf eine Ausschüttung an die Gruppen muss heuer aber verzichtet werden. Die effiziente Kassenführung wurde mit anhaltendem Beifall honoriert und eine Fasnacht 2016 einstimmig beschlossen. Ebenso verdankt wurde die unermüdliche Arbeit von Toni Armbrust, der stets darum besorgt ist, dass alles rund um die Plaketten stimmt – notabene die Haupteinnahmequelle der UNO.

Die restlichen Traktanden des Abends brachte Wälti in Rekordzeit durch. Zum Schluss wurde Charlie Schmid von den Hudibras Chutze neu als Ehren-Ober geehrt. Und Umzugschef Yves Hauri verabschiedete nach vielen Jahren unermüdlichen Einsatzes für die Fasnacht die beiden MFK-Sicherheitsprüfer Rolf Bieber und Geri Graber. fm/uno



Ein neues Öuferli für die Fasnacht




Für die kommende Fasnacht lanciert die Vereinigte Fasnachtsgesellschaft Solothurn eine neue Miniatur-Plakette. Neben den bisherigen Plaketten wird sie als vollwertiger Eintritt für die Umzüge gelten. Im Visier sind in erster Linie Sammler und Fasnachtsfans.

Die Planungen für die einzigartige Neulancierung begannen bereits im Sommer, als der Ober-Ober der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn (UNO), Markus Wälti, dem Vorstand seine Idee präsentierte. Er dachte an eine Plakette in Kleinformat, welche die bisherige Serie von vier Ansteckern (in Bronze, Silber, Gold und als Gönner erhältlich) ergänzen sollte. „Der gutgekleidete Herr kann sich den Pin an sein Veston heften und so seine Verbundenheit zur Fasnacht stets zeigen. Es sieht einfach elegant aus“, sagt Wälti dazu. Mehr noch: Der Pin mit dem Namen Öuferli solle ein Prunkstück in der Sammlung eines jeden Plakettenfans werden. Er ist 25mm hoch und 16mm breit. Die Anwesenden UNO-Vorstandsmitglieder waren von der Idee überzeugt und erteilten dem Plaketten-Narr Toni Armbrust in Folge den Auftrag, die Machbarkeit abzuklären. Das tat dieser und kam zum Schluss: Der Pin ist machbar.

Vor kurzen hat sich nun die UNO entschieden, das Öuferli als weitere Plakette anzubieten. Einziges Hindernis, das es noch zu überwinden galt, war der Name. So traf sich der Vorstand letzte Woche erneut, um über gut 30 eingegangene Vorschläge abzustimmen. Unter den Ideen waren Namen wie 111erli, Konfettli, Ursli, Schnüggu, Ambassadörli oder eben Öuferli zu finden. Nach drei Abstimmungsrunden setzte sich am Ende das Öuferli mit 13 Stimmen deutlich vor Konfettli (2 Stimmen) und Schnüggu (1 Stimme) durch.

Das Öuferli soll eine exklusive Plakette sein und das bisherige Angebot nicht konkurrenzieren. Darum wird der Pin in einer limitierten Auflage von 111 Stück zu einem Preis von je 111 Franken produziert. Beim Verkauf gilt das Prinzip des Schnelleren. Erhältlich ist der Pin unter: toni.armbrust@raulacosta.com oder an der Plakettenbörse vom 10. Januar 2016 im Volkshaus Solothurn. Das Öuferli gilt als vollwertige Fasnachtsplakette. fm

Fasnachtsstart bis 2035

Fasnächtlicher Busfahrplan 2016

Fasnacht 2015 - ungerobsi

ungerobsi 2015


  • 11.01.2015 - Plagettebörse (Plakat)

  • 13.01.2015 - Hilari

  • 07.02.2015 - Schaufänschter und Beizenprämierig

  • 11.02.2015 - Chinderchesslette unger dr Leitig vor Vorschtadt-Zunft

  • 12.02.2015 - Chesslette -Start: 05:00 Uhr, Proklamation, Chinderumzug - Start 14:31 Uhr - mit Prämierig

  • - Höflisinge, SchniBaMu und grosses Masgetrybe

    - Ufschpile vo de Guggemusige ir ganze Stadt, und i meine au ir ganze Schtadt!

  • 14.02.2015 - Ballzillus im Landhus und Schtrosse-Fasnacht für Aui

  • 15.02.2015 - Umzug - Start 14:31 Uhr, Konfettischlacht und Monschterguggete

  • 16.02.2015 - Drummgugulalapfiff im Kofmäuh

  • 17.02.2015 - Umzug - Start 14:31 Uhr, Zapfeschtreich und Zwöufichlapf uf dr Sankt Urse Schtäge

  • 18.02.2015 - Böögverbrönne Märetplatz und anschliessend Cherzlilösche i dr Wirthe, Rote Turm und Stephan

Fasnachtsstart bis 2035



Hauptversammlung 2014 der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn UNO

Die Solothurner Fasnacht hat einen neuen Ober-Ober

Lange scheint es her zu sein, als tausende von begeisterten Narren die Gassen der schönen Stadt Solothurn belebten. Mittlerweile ist die Fasnacht 2013 Vergangenheit, fasnächtliche Ruhe ist eingekehrt. Doch hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen für das kommende Fest auf Hochtouren. Mit der Hauptversammlung der UNO haben die Anwesenden Närrinen und Narren Markus Wälti von Weschtstadt-Zunft zu ihrem neuen Ober-Ober erkoren.

Ein Dankeschön an Petrus

Am Montag wurde der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn (UNO) eine ganz besondere Ehre zu Teil: In der Halle der Fasnachtszunft Hauptgassleist HGL erhielt der UNO-Vorstand Gastrecht für seine Hauptversammlung. Dort, wo sonst die Späne fliegen, dem Umzugswagen Leben eingehaucht wird und die HGL-Narren sich tummeln, trafen sich rund 60 Delegierte des UNO-Vorstandes, der Zünfte, der Guggenmusiken und der Schnitzelbankgruppen zum Rapport. Zum letzten Mal in seiner Funktion als Ober-Ober der Fasnacht eröffnete Max Kaeser die Hauptversammlung 2014. Mit grossem Interesse erwarteten die anwesenden Närrinnen und Narren das Fazit zur Vergangenen Fasnacht. Und mit Spannung erwarteten sie die Stabsübergabe an den Designierten Nachfolger von Kaeser.

Kaesers Fazit zur vergangenen Fasnacht viel durchwegs positiv aus. So meinte er etwa mit Blick aufs Wetter: „Der heisse Draht zu Petrus hat auch dieses Jahr keine Störungen zugelassen.“ Und mit dem Umzug schien der scheidende Ober-Ober ebenfalls zufrieden zu sein. Abgesehen von einigen Bagatellfällen und kleinen Pannen sei es ein „wunderschöner Umzug“ gewesen, sagte Kaeser.

Einzigartig sei zudem gewesen, dass er als Ober-Ober in einem Jahr gleich an fünf offizielle „Chessleten“ hatte teilnehmen dürfen. Zur Erinnerung: Die Solothurner Fasnacht stellte Chessler-Delegationen für die OLMA in St. Gallen und den Umzug in Sainelègier. Dank gelte in diesem Zusammenhang dem Alt-Ober der Honolulu-Zunft Peter Keller, welcher Kaeser seinen Oberchessler jeweils zur Verfügung gestellt hatte. Keller wurde denn auch würdig in den Kreis der Ehren-Oberen aufgenommen.

Finanzen sind im Lot

Säckelmeisterin Corinne Guldimann bestätigte, dass man sich eine neue Fasnacht leisten kann. Trotzdem, dass die UNO heuer den ganzen Gewinn an die Gruppen ausschütten wird, ist die Kasse weiterhin gut gefüllt. Man habe mehr eingenommen als Budgetiert, so Guldimann. Und gleichzeitig zeigte das strenge Finanzregime der Säckelmeisterin Wirkung – die UNO hat auch weniger ausgegeben. Die effiziente Kassenführung wurde mit anhaltendem Beifall honoriert. Ebenso die unermüdliche Arbeit von Toni Armbrust, der stets darum besorgt ist, dass alles rund um die Plaketten stimmt – notabene die Haupteinnahmequelle der UNO.

Die restlichen Traktanden des Abends brachte Kaeser in Rekordzeit durch. Zum Abschied blieb ihm noch, seinen Nachfolger von der Versammlung wählen zu lassen. Markus Wälti wurde denn auch ohne Gegenstimmen zum neuen Ober-Ober gewählt. Kaeser selber ist neu Ehren-Ober-Ober. Verabschiedet hat er sich im Übrigen mit einem gewaltigen Feuerwerk – er ist gegangen wie er gekommen ist: Mit einem Knall. fm/uno


Plakettenwettbewerb

“Drehscheibe” ist Sieger

Das Rennen um die neuen Plaketten für die kommende Solothurner Fasnacht brachte eine grosse Überraschung: Sie werden drehbar sein. Der Vorstand der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn (Uno) kürte das Werk „Drehscheibe“ von Toni Armbrust aus Bellach zum Sieger und war sich einig: Das gab es so noch nie.

Unter strenger Anleitung von Ober-Ober Max Kaeser wurden am letzten Freitag Plakate und Plakettenvorschläge von insgesamt neun Künstlern bewertet. Das sind gleich viele Eingaben wie im letzten Jahr. Die 14 Juroren setzten sich zusammen aus dem Uno-Vorstand und den Ehren-Ober-Obern – der Ober-Ober selber enthielt sich wie üblich der Stimme. Das Abstimmungsprozedere sah zwei Wahlgänge vor. Im ersten wurden drei Sujets ausgeschieden, im zweiten wurde der Sieger erkoren. Der Jury waren die Namen der Künstler nicht bekannt.

Beim jurieren zählen für die Uno die Originalität der Werke, aber auch deren Umsetzbarkeit. Punkte mussten an alle Eingaben vergeben werden. Die Skala reichte von einem bis neun im ersten und von einem bis sechs Punkte im zweiten Durchgang. Für den anwesenden Experten der Plakettenfirma Gravura aus Rothenburg, Christoph Sapper, ist das Siegersujet eine „grosse Herausforderung“, wie er sagte, aber umsetzbar. Der Clou ist, dass sich der innere Ring der Plaketten wird drehen lassen – ausser bei der Bronzenen, die wird aus einem Guss sein. Nach der Kür würdigte Sapper die Idee von Toni Armbrust mit den Worten: „Das Ding will ich unbedingt machen.“

Da die Haupteinnahmequelle der Uno der Erlös aus dem Plakettenverkauf ist, richten die Vorstandsmitglieder beim Auswählen des Plakat- und Plakettenentwurfs in der zweiten Jurierungsrunde jeweils einen speziellen Blick auf die Realisierbarkeit der Plakette. Der geladene Fachmann erklärte der Jury, dass nicht alle Eingaben leicht hätten realisiert werden können, was mit Änderungen an den Werken der Künstler verbunden gewesen wäre.

Toni Armbrust setzte sich schliesslich deutlich durch. Auf Platz zwei landete Kurt Leisi aus Langendorf, der Sieger aus dem letzten Jahr. Und auf dem 3. Platz folgte Margrit Fritsch (Riedholz).

Alle Entwürfe werden während des Märetfestes (20. und 21. Juni 2014) in der Infothek ausgestellt. Auch am Risottoessen der Weschtstadt-Zunft (1. Septemberwochenende) können Interessierte die Entwürfe begutachten. fm/uno

Fasnachtsumzug

Fasnacht 2014 Fotos

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Alle Fotos der Fasnacht 2014 sind unter www.f-boesch.ch ersichtlich. Copyright by f-boesch.ch

Solothurner Fasnachtsgeschichte

Geschichte der Solothurner Fasnacht


Die Solothurner haben nachweisbar schon im 15. Jahrhundert Fasnacht gemacht.
Fasnachtsumzüge gibt es in Solothurn seit Jahrhunderten. Sie glichen früher, natürlich in bescheidener Art, eher einem Karneval von Nizza, mit schönen Kostümen und prunkvollen Wagen. 1754 wurde ein Umzug mit 22 Gruppen unter dem Motto "Hundertjähriger Kalender" durchgeführt. Früher waren die Umzüge einem dominierenden Thema untergeordnet, heute setzen sie sich aus vielfältigen Gruppen zusammen, die meistens eine Aktualität aufs Korn nehmen, die aber mit dem eigentlichen Fasnachtssujet kaum einen Zusammenhang hat.
Heutzutage ist es immer sehr spannend, den Fasnachts-Sonntag zu erwarten, um zu sehen, was für originelle Sujets, Kostüme und Fasnachtswagen am Umzug zu sehen sind. Es ist auf jeden Fall für jedermann und jede Frau eine Sehenswürdigkeit, den Solothurner Fasnachts-Umzug am Fasnachts-Sonntag und Fasnachts-Dienstag Nachmittag ab 14.31 Uhr zu sehen.

Vom Hilari bis am Aschermittwoch


Hilari
Die Solothurner Fasnacht beginnt mit dem 13. Jänner. Hilari, Hilari heisst heiter, fröhlich. Mit dem Hilaritag beginnt eine heitere Zeit. Ab diesem Tag heisst Solothurn "Honolulu" und die Rathausgasse "Eselsgasse".
Historisch ist der effektive Beginn der Fasnacht am späten Nachmittag im Restaurant zum alten Stephan am Friedhofplatz, denn immerhin seit 1888 versammelt sich dort im Säli im ersten Stock die Narrenzunft Honolulu und der Ober zündet die Narrenlampe an.
Die Zeit zwischen Hilari und Fasnacht ist in Honolulu mit vielfältigen Vorbereitungen ausgefüllt: Värsli werden gebrünzelt, es wird gebastelt, gezimmert, gemalt, geschneidert und die jeweiligen Stammlokale dekoriert. Die Fasnachtszeitungen erscheinen.

Schmutziger Donnerstag
Mit der Chesslete bricht die Fasnacht vollends in den honolulesischen Alltag ein: Das sogenannte Einläuten der Fasnacht. Bereits am Vortag ist Kinderchesslete, als leise Andeutung auf das, was folgt. Morgens um 5.00 Uhr gibt der Oberchessler auf dem Friedhofplatz das Startsignal, und mit Klamauk und Getöse dringen die Akteure in die stillen Gassen der Altstadt ein und erfüllen sie mit schaurigschönen Chaotenklängen. Kuhglocken, Hörner, Rätschen usw. gehören zum Lärmwerkzeug. Nachthemd, Zipfelmütze und rotes Halstuch sind allgemeines Tenü. Vom kleinsten Knirps bis zum Grosspapa ist alles da. Nach dem Rundgang durch Alt- und Vorstadt gibt es spendierte Mütschli und Mehlsuppe. Am Mittag sollte der Spuk vorbei sein, aber am Vormittag bimmelt es noch in den Strassen, was zu den Auswüchsen unserer schönen Bräuche gehört. Am Nachmittag des Schmutzigen Donnerstag verkleiden sich die Kinder und liefern sich in der Hauptgasse die ersten Konfetti-Schlachten. 1982 wurde erstmals und mit grossem Erfolg ein Kinderumzug gestartet. Am Abend ziehen Gruppen von Beiz zu Beiz, Guggemusigen, Tambouren und Schnitzelbänkler.

Fasnachtssonntag
Pünktlich mit dem Kanonenschuss um 14.31 Uhr auf dem Amthausplatz beginnt der Solothurner Fasnachts-Umzug. Prominente werden von den Wagen herab begrüsst und aufs Korn genommen, Leute am Strassenrand werden zu Aktivitäten auf die Wagen geholt. Die Guggemusigen schränzen ihre ohrenquälenden bis schmeichelnden Rhythmen. Meistens heitere Gesichter gibt es bei den Akteuren wie bei den Tausenden von Zivilisten, deren Plakette am Revers nicht nur der Ausweis für ihr Eintrittsgeld zum Vergnügen ist, sondern sie mehr oder weniger als Fasnachtsexperten auszeichnet.
Auf der Umzugsroute ist das Bieltor jeweils ein Nadelöhr, das den Wagenbauern technische Raffinessen abfordert, damit es passiert werden kann. Vom Amthausplatz durchs Bieltor, durch die Gurzelngasse, Hauptgasse, an der schönen St. Ursen-Kathedrale vorbei den Kronenstutz herab über die Kreuzackerbrücke in die Vorstadt und von dort über die Wengibrücke wieder zurück zum Amthausplatz. Im Anschluss an den Umzug findet auf der St. Ursen-Treppe die Monster-Guggerete statt. Die ganze Hauptgasse wiegt sich im seligen Hin und Her zu den klängen der farbenprächtig kostümierten Guggen. Danach herscht wieder wirtschaftliche Hochkonjunktur in den Gaststätten. Das Programm vom Abend des Schmutzigen Donnerstags wird in Variationen von den zahlreichen grösseren und kleinern Gruppen erneut dem Publikum vorgeführt. Sogar im Stadttheater kann dieses fasnächtliche Schauspiel in vielen Akten genossen werden. Am Montag sieht man den ganzen Tag vereinzelte Böögge ganz ruhig und gemächlich den Heimweg antreten.

Fasnachtsmontag
Einen Güdismäntig wie die Luzerner oder Rosenmontag wie die Rheinländer kennen wir nicht. Aber das "Drumm-Gugu-Lala-Pfiff" wickelt sich am Abend im Kofmehl ab. Unter diesem Titel unterhalten sich Tambouren, Guggemusigen und Schnitzelbankgruppen gegenseitig und exklusiv mit ihren neusten Hits.

Fasnachtsdienstag
Schulen und Büros sind am Nachmittag geschlossen. Der Umzug schlängelt sich nochmals durchs Stedtli. Die Stimmung ist lockerer als am Sonntag, die Fasnachtseuphorie schwillt an; wenn um 17.30 Uhr das Narrenvolk zum Zapfenstreich antritt, steht das Publikum wieder in dichten Reihen am Rande der Defilierstrecke. Der Zapfenstreich ist ein Finale von einmaliger Farbenpracht und aufschäumender Heiterkeit.
Erstmals durchgeführt Anno 1951, vereinigt er nochmals alle Kostümierten, die ihre Larven abgelegt haben, darunter hunderte meist Jugentliche mit oder ohnen Verkleidung. Arm in Arm hüpfen sie der Umzugsstrecke entlang. Den Rhythmus dazu geben Guggemusigen und Tambouren zur monotonen Melodie, die alle mitsingen: "I ma nümm", "I ma nümm".
Nach dem Auflösen des wilden Zuges vor den Domherrenhäusern beim Baseltor steigen die aktiven Fasnächtler nach einer kurzen Pause nochmals ins Gewoge honolulesischer Freuden, zum Intrigieren, Produzieren, Pokulieren, Tafeln, Tanzen bis in den Morgen des Aschermittwochs hinein. Am Aschermittwoch sieht man den ganzen Tag vereinzelte Böögge noch ruhiger und gemächlicher den Heimweg antreten.

Aschermittwoch
Er hat mit Asche zu tun. "Gedenke, Mensch, dass du Staub bist." Geh in dich, Mensch, nachdem so viel aus dir herausgeströmt ist an Freude und Ausgelassenheit.
Noch hat das Pendel der Fasnacht nicht ausgeschwungen. Die Tradition der Narrenzunft Honolulu verlangt die Abwicklung des letzten Aktes: Die Verbrennung des Böögg. Sie ist so alt wie unser Jahrhundert. 1900 war es ein Papierdrache, der als Freudenfeuer auf dem Marktplatz verbrannt wurde. Seither wird der fünfmal lebensgrosse Böögg, eine Phantasiegestalt, dem Flammentod übergeben. Im Zeichen der Gleichberechtigung ist es abwechslungsweise ein Mann und eine Frau. Viel Volk ist nochmals angerückt. Der Böögg ragt wie ein Ungeheuer in die Höhe. Unter den Klängen des Brämenliedes: "übere Gotthard flüge d Bräme" umkreisen die Honolulu-Narren, zusätzlich angeführt von den Tambouren, den Böögg in langsamen Schritten, während die ersten Flammen aus dem Monster züngeln. Der Böögg "läderet", wird von Raketenknallern zerfetzt und brennt, manchmal schnell und manchmal weniger schnell, nieder. Vereinzelt kann mann bei den Zuschauern Tränen sehen, die glänzend die Wangen herab kullern. Von dem Böögg ist nur noch ein armseliges Gerippe vorhanden, die Zuschauer ziehen sich zurück. Fasnacht ade....., "die Träne im Knopfloch!"
Die Stadt wird wieder sich selbst, aus Honolulu wird wieder Solothurn, und die Eselsgasse heisst wieder ganz gewöhnlich Rathausgasse. Der Ammann ist wieder im Amt. Ein Fünklein Fasnachtsfreude glimmt aber in manchen Narrenherzen weiter und wird ganz bestimmt am nächsten Hilari wieder unwiderstehlich angefacht werden. So ist Fasnacht in Solothurn wie eine chronische Krankheit, die ungefähr alle zwölf Monate ausbricht und nur durch tüchtiges Mitwirken kuriert werden kann.
Der Text stammt hauptsächlich aus dem Buch: Solothurner Fasnacht, erschienen im Verlag der Altstadt Buchhandlung in Solothurn.

Text Max Egger, Ruedi Rust.

Fasnachtszeitung

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